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CBD gegen Stress: was Studien zeigen und was nicht

CBD gegen Stress: was Studien zeigen und was nicht

Ob CBD gegen Stress hilft, ist wissenschaftlich nicht belegt. CBD ist in Deutschland nicht als Mittel gegen Stress, Angst oder Schlafprobleme zugelassen, und CBD-Produkte aus dem Handel dürfen keine solche Wirkung versprechen. Dieser Artikel fasst zusammen, was Studien untersucht haben, wo ihre Grenzen liegen und warum bei Antidepressiva besondere Vorsicht gilt.

Was ist CBD?

CBD, ausgeschrieben Cannabidiol, ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Es verursacht keinen Rausch. Im Körper bindet CBD an verschiedene Rezeptoren, unter anderem an Teile des Endocannabinoid-Systems und an Serotonin-Rezeptoren. Welche Folgen das für das Stressempfinden beim Menschen hat, ist nicht geklärt.

Stress: eine kurze Einordnung

Stress ist eine Reaktion des Körpers auf Belastung. Kurzfristig ist das normal. Dauerhafter Stress kann aber Schlaf, Stimmung und körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Wenn Stress den Alltag über längere Zeit bestimmt, ist ein Gespräch in der Hausarztpraxis ein sinnvoller erster Schritt.

CBD und Stress: was Studien untersucht haben

Die meisten Arbeiten zu CBD und Stress sind Tierversuche oder kleine Studien, in denen gesunde Menschen eine einmalige, hohe Menge CBD erhielten und danach einer Stresssituation ausgesetzt wurden. Solche Versuche lassen sich nicht auf die regelmäßige Einnahme niedriger Mengen übertragen. Eine Übersichtsarbeit in The Lancet Psychiatry mit 54 Studien fand für Angststörungen und Depressionen keinen belegbaren Nutzen von Cannabinoiden. Die Pharmazeutische Zeitung berichtet darüber.

CBD und Antidepressiva: Vorsicht bei Wechselwirkungen

CBD kann in höheren Mengen Leberenzyme wie CYP2C19 und CYP3A4 hemmen. Über diese Enzyme werden viele Antidepressiva und Beruhigungsmittel abgebaut. Dadurch kann sich die Menge eines Medikaments im Blut verändern. Wer Antidepressiva nimmt, sollte CBD nur nach Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt verwenden. Ein Medikament sollte niemals eigenmächtig zugunsten von CBD abgesetzt werden. Mehr dazu im Artikel CBD und Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Mögliche Nebenwirkungen von CBD

  • Müdigkeit und Benommenheit
  • Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden
  • Veränderungen des Appetits
  • in hohen Mengen erhöhte Leberwerte

CBD Produkte richtig einordnen

CBD-Produkte aus dem Handel sind keine Arzneimittel. Wer sie verwendet, sollte auf klare Angaben zu CBD-Gehalt, THC-Gehalt und Herkunft achten. THC kann bei manchen Menschen Unruhe oder Angst verstärken. Eine Übersicht mit Angaben zum Gehalt findest du in unseren Kategorien CBD Öl und CBD Blüten.

CBD und Rechtslage in Deutschland

Für Cannabisprodukte gilt seit dem 1. April 2024 das Konsumcannabisgesetz. CBD in Lebensmitteln hat in der EU bisher keine Zulassung als neuartiges Lebensmittel. Wie ein einzelnes Produkt einzuordnen ist, hängt von seiner Zusammensetzung ab. Wir geben dazu keine Rechtsberatung.

Was bei dauerhaftem Stress hilft

Gut untersucht sind regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf, feste Pausen und Verfahren wie progressive Muskelrelaxation. Bei anhaltender Belastung helfen Beratungsstellen, die Hausarztpraxis oder eine Psychotherapie. In akuten Krisen ist die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 erreichbar.

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