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CBD Wechselwirkungen mit Medikamenten: was du wissen musst

CBD Wechselwirkungen mit Medikamenten: was du wissen musst

CBD Wechselwirkungen entstehen vor allem in der Leber. CBD kann dort Enzyme hemmen, die viele Medikamente abbauen, besonders CYP3A4 und CYP2C19. Dann bleibt ein Medikament länger oder in höherer Menge im Blut. Betroffen sein können unter anderem Blutverdünner, Mittel gegen Epilepsie, Antidepressiva, Beruhigungsmittel und manche Blutdrucksenker. Wer Medikamente nimmt, sollte CBD deshalb nur nach Rücksprache mit der Ärztin, dem Arzt oder der Apotheke verwenden.

CBD Wechselwirkungen: wie sie entstehen

Die meisten Medikamente werden in der Leber von einer Gruppe von Enzymen abgebaut, den Cytochrom-P450-Enzymen. CBD wird selbst über diese Enzyme verstoffwechselt und kann sie in höheren Mengen hemmen, vor allem CYP2C19 und CYP3A4. Das Deutsche Ärzteblatt beschreibt diese Zusammenhänge im Beitrag zum Interaktionspotenzial der Cannabinoide (Petri, 2018). Wird ein Enzym gehemmt, baut der Körper das betroffene Medikament langsamer ab. Seine Wirkung und seine Nebenwirkungen können dadurch stärker ausfallen.

CBD Öl Wechselwirkung mit Medikamenten: welche Gruppen betroffen sind

  • Blutverdünner, zum Beispiel Warfarin
  • Mittel gegen Epilepsie, zum Beispiel Clobazam
  • Antidepressiva und Beruhigungsmittel
  • manche Blutdrucksenker, etwa bestimmte Calciumkanalblocker
  • Mittel, die das Immunsystem unterdrücken, etwa nach Organtransplantationen

Ein einfacher Hinweis für den Alltag: Steht im Beipackzettel eines Medikaments eine Warnung vor Grapefruitsaft, wird es oft über CYP3A4 abgebaut. Dann ist bei CBD besondere Vorsicht angebracht. Die Liste ist nicht vollständig. Nur die Apotheke oder die Arztpraxis kann deine Medikamente im Einzelnen prüfen.

CBD Öl und Blutverdünner

Blutverdünner haben ein enges Fenster zwischen zu schwacher und zu starker Wirkung. Steigt ihre Menge im Blut, kann das Blutungsrisiko zunehmen. Für Warfarin sind Fallberichte beschrieben, in denen sich die Gerinnungswerte nach Beginn einer CBD-Einnahme verändert haben. Wer Blutverdünner nimmt, sollte CBD nur nach ärztlicher Rücksprache und mit Kontrolle der Werte verwenden.

Wechselwirkung zwischen CBD und Blutdrucksenkern

Einige Blutdrucksenker werden über CYP3A4 abgebaut. CBD kann ihre Menge im Blut erhöhen. Dazu kommt, dass CBD in hohen Mengen den Blutdruck selbst beeinflussen kann. Zusammen kann das zu Schwindel oder niedrigem Blutdruck führen. Mehr dazu im Artikel CBD und Bluthochdruck.

CBD und Mittel gegen Epilepsie

Am besten untersucht sind Wechselwirkungen mit Antiepileptika, weil Cannabidiol als Arzneimittel bei seltenen Epilepsieformen eingesetzt wird. Laut dem Beitrag im Deutschen Ärzteblatt stieg die Menge von Clobazam im Blut unter CBD deutlich an, die seines aktiven Abbauprodukts sogar um ein Vielfaches. Auch bei anderen Antiepileptika wurden höhere Spiegel gemessen. Deshalb wird die Behandlung mit dem CBD-Arzneimittel ärztlich überwacht.

CBD, Antidepressiva und Beruhigungsmittel

Viele Antidepressiva und Beruhigungsmittel werden über CYP2C19 oder CYP3A4 abgebaut. CBD kann ihre Menge im Blut verändern. Dazu kommt, dass CBD selbst müde machen kann. Zusammen mit Beruhigungsmitteln kann sich diese Müdigkeit verstärken. Setze ein Medikament niemals eigenmächtig zugunsten von CBD ab.

CBD und Alkohol: Wechselwirkungen

Alkohol und CBD können beide müde machen. Zusammen kann sich diese Wirkung verstärken, mit Folgen für Reaktionsfähigkeit und Konzentration. Außerdem belasten beide die Leber. Wer CBD verwendet, sollte deshalb auf Alkohol verzichten und nach der Kombination nicht fahren.

Ab welcher Menge Wechselwirkungen relevant werden

Die deutlichsten Wechselwirkungen wurden bei hohen Mengen beobachtet, wie sie im Arzneimittel gegen Epilepsie eingesetzt werden. Frei verkäufliche CBD-Öle enthalten pro Tropfen meist deutlich weniger. Das heißt nicht, dass niedrige Mengen sicher sind. Wie stark ein Enzym gehemmt wird, hängt von der Person, dem Medikament und der Menge ab. Bei Medikamenten mit engem Wirkfenster können schon kleine Veränderungen wichtig sein.

Was du vor der Verwendung von CBD tun solltest

  • Nimm eine Liste deiner Medikamente mit in die Apotheke oder Arztpraxis und frage gezielt nach CBD.
  • Achte auf die Menge an CBD pro Tropfen oder pro Stück.
  • Beginne nicht gleichzeitig mit einem neuen Medikament und mit CBD.
  • Achte bei Vollspektrum-Produkten auf den THC-Gehalt. THC hat eigene Wechselwirkungen.
  • Verzichte in Schwangerschaft und Stillzeit.

CBD Produkte richtig einordnen

Frei verkäufliche CBD-Produkte sind keine Arzneimittel, und ihre Wechselwirkungen stehen nicht in einem Beipackzettel. Umso wichtiger sind klare Angaben zum Gehalt. Diese findest du bei unseren Produkten in den Kategorien CBD Öl und CBD Gummibärchen. Allgemeine Nebenwirkungen beschreibt der Artikel Nebenwirkungen von CBD.

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