CBD und Bluthochdruck: CBD ist kein Mittel gegen Bluthochdruck und für diesen Zweck nicht zugelassen. Einzelne kleine Studien haben gemessen, dass sich der Blutdruck nach einer hohen Einzelmenge CBD kurzfristig verändert. Für eine Empfehlung reicht das nicht. Wer Blutdruckmittel nimmt, muss außerdem mögliche Wechselwirkungen beachten. Hier findest du die Einordnung.
Bluthochdruck verstehen
Von Bluthochdruck spricht man, wenn der Blutdruck dauerhaft bei 140 zu 90 mmHg oder darüber liegt. Er verursacht oft keine Beschwerden, erhöht aber das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenerkrankungen. Risikofaktoren sind unter anderem Alter, familiäre Veranlagung, Übergewicht, Rauchen, Alkohol, viel Salz und wenig Bewegung.
Was ist CBD?
CBD, ausgeschrieben Cannabidiol, ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Es verursacht keinen Rausch. Im Körper bindet es an verschiedene Rezeptoren, auch an solche, die an der Regulation der Blutgefäße beteiligt sind.
CBD und Blutdruck: was Studien gezeigt haben
Eine vielzitierte Studie aus dem Jahr 2017 untersuchte neun gesunde Männer. Nach einer einmaligen Menge von 600 mg CBD lag ihr Blutdruck in Ruhe etwas niedriger als nach einem Placebo. Die Menge war sehr hoch, die Gruppe sehr klein, und die Teilnehmer hatten keinen Bluthochdruck. Aus solchen Ergebnissen lässt sich nicht ableiten, dass CBD bei Menschen mit Bluthochdruck den Blutdruck dauerhaft senkt. Größere klinische Studien fehlen.
Ist CBD ein Blutdrucksenker?
Nein. CBD ist nicht als Blutdrucksenker zugelassen, und frei verkäufliche CBD-Produkte dürfen nicht so beworben werden. Ein verordnetes Blutdruckmittel darf niemals eigenmächtig durch CBD ersetzt werden. Das kann gefährlich sein.
CBD und Blutdruckmittel: Wechselwirkungen
CBD kann Leberenzyme hemmen, über die viele Medikamente abgebaut werden, darunter manche Blutdrucksenker wie bestimmte Calciumkanalblocker. Dadurch kann sich ihre Menge im Blut verändern. Außerdem kann CBD selbst den Blutdruck beeinflussen, was zusammen mit Blutdruckmitteln zu Schwindel führen kann. Das Deutsche Ärzteblatt beschreibt die Zusammenhänge im Beitrag zum Interaktionspotenzial der Cannabinoide. Wer Medikamente nimmt, klärt die Verwendung von CBD vorher ärztlich oder in der Apotheke.
Was bei Bluthochdruck nachweislich hilft
- regelmäßige Bewegung und Gewichtsreduktion bei Übergewicht
- weniger Salz und Alkohol, Verzicht auf Rauchen
- zugelassene Blutdruckmittel nach ärztlicher Verordnung
- regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks
Mögliche Nebenwirkungen von CBD
Beschrieben sind Müdigkeit, Durchfall, Mundtrockenheit, Veränderungen des Appetits und bei manchen Menschen Schwindel. In Studien mit hohen Mengen traten erhöhte Leberwerte auf.
CBD Produkte bei uns
Unsere Produkte sind keine Arzneimittel und nicht zur Behandlung von Bluthochdruck bestimmt. Allgemeine Angaben zu Gehalt und Spektrum findest du in den Kategorien CBD Öl und CBD Blüten. Mehr zu Wechselwirkungen steht im Artikel CBD und Medikamente.











































