Trichome sind winzige Härchen und Drüsen auf der Oberfläche von Pflanzen. Bei Cannabis sitzen besonders viele davon auf den Blüten. Die drüsigen Trichome produzieren ein klebriges Harz, in dem die Cannabinoide wie THC und CBD sowie die Terpene entstehen. Ohne Trichome hätte Cannabis also weder seinen Wirkstoffgehalt noch sein typisches Aroma.
Was sind Trichome?
Der Begriff Trichom bezeichnet allgemein Haare auf der Oberfläche von Pflanzen. Laut dem Wikipedia-Artikel zu Trichomen gehören Drüsenhaare zu den Trichomen, die ätherische Öle und bei Hanf Cannabinoide bilden. Sie dienen außerdem dem Schutz vor Fraßfeinden. Bei Cannabis sind die Drüsen so klein, dass man sie ohne Lupe nur als feinen, glitzernden Belag auf den Blüten sieht.
Die Arten von Trichomen bei Cannabis
- Knollenförmige Trichome: die kleinsten, über die ganze Pflanze verteilt
- Kopfige, sitzende Trichome: etwas größer, ohne ausgeprägten Stiel
- Kopfige, gestielte Trichome: die größten, mit Stiel und rundem Kopf, vor allem auf den Blüten
Die gestielten Trichome mit ihrem pilzförmigen Aussehen enthalten den größten Teil des Harzes. Sie sind es, die Blüten ihren glitzernden Belag geben.
Wozu die Pflanze Trichome braucht
Für die Pflanze sind Trichome ein Schutz. Das klebrige, bitter schmeckende Harz hält Insekten und andere Fraßfeinde ab. Außerdem wird vermutet, dass die Harzschicht vor UV-Strahlung und Austrocknung schützt. Dass Menschen die Inhaltsstoffe nutzen, ist aus Sicht der Pflanze ein Nebeneffekt.
Trichome als Ort der Cannabinoid-Bildung
In den Köpfen der Drüsen bildet die Pflanze zuerst Cannabigerolsäure (CBGA). Daraus entstehen die Säureformen von THC und CBD, also THCA und CBDA. Erst durch Wärme werden sie zu THC und CBD. Warum das wichtig ist, erklärt unser Artikel über THCA. In denselben Drüsen entstehen auch die Terpene, die den Geruch einer Sorte bestimmen. Mehr dazu liest du im Artikel über Terpene und CBD. Welche Cannabinoide es insgesamt gibt, zeigt unser Überblick Cannabinoide: was sie sind und welche es gibt.
Die Farbe der Trichome im Verlauf der Blüte
Im Verlauf der Blütephase verändern die Trichome ihre Farbe. Zuerst sind sie klar, später milchig und schließlich bernsteinfarben. Die Farbe gilt als Hinweis auf den Reifegrad. Mit zunehmender Reife und Alterung werden Cannabinoide auch abgebaut, zum Beispiel THC zu CBN.
Warum Trichome für Blüten und Hash wichtig sind
Viele Trichome bedeuten viel Harz. Blüten mit einem dichten Belag enthalten deshalb meist mehr Cannabinoide und Terpene. Für Hash werden die Trichome von der Pflanze getrennt und gepresst. Deshalb ist Hash konzentrierter als Blüten. Die Trichome sind empfindlich: Reibung, Wärme und Licht beschädigen sie, weshalb Blüten schonend gelagert werden sollten.
Blüten findest du in unserer Kategorie CBD Blüten, Harzprodukte in der Kategorie Cannabis Harz. Eine besondere Form ist Piatella Hash, das aus gefrorenem Pflanzenmaterial gewonnen wird.
Trichome und die Rechtslage
Die Trichome sind der Teil der Pflanze, in dem THC entsteht. Für die rechtliche Einordnung eines Produkts in Deutschland zählt deshalb vor allem der Gehalt an THC. Seit dem 1. April 2024 regelt das Konsumcannabisgesetz den Umgang mit Cannabis. Wie ein konkretes Produkt einzuordnen ist, hängt vom Einzelfall ab. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.











































