CBD auf Rezept bedeutet: Cannabidiol als Arzneimittel, verordnet von einer Ärztin oder einem Arzt und abgegeben in der Apotheke. Das ist etwas anderes als ein frei verkäufliches CBD Öl. Als Arzneistoff ist Cannabidiol in Deutschland verschreibungspflichtig. Frei verkäufliche CBD-Öle sind dagegen keine Arzneimittel und werden meist als Kosmetik oder Aromaöl angeboten. Hier erfährst du, wie der Weg über Rezept und Apotheke abläuft.
Braucht man für CBD ein Rezept?
Das hängt vom Produkt ab. Für Arzneimittel mit Cannabidiol, etwa das zugelassene Fertigarzneimittel Epidyolex oder CBD als Rezeptursubstanz, ist ein Rezept nötig. Für frei verkäufliche CBD-Öle, die nicht als Arzneimittel in Verkehr gebracht werden, braucht es kein Rezept. Mehr zu rezeptfreien Ölen in der Apotheke liest du im Artikel CBD Öl Apotheke.
CBD Öl auf Rezept: welche Arzneimittel es gibt
- Epidyolex: Fertigarzneimittel mit Cannabidiol, in der EU zugelassen für drei seltene Epilepsieformen, die im Kindesalter beginnen. Die Angaben stehen bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur.
- Rezepturarzneimittel: Apotheken können auf ärztliche Verordnung CBD-Lösungen aus geprüftem Wirkstoff herstellen.
- Medizinisches Cannabis: Blüten und Extrakte mit THC und CBD, die ärztlich verordnet werden können.
CBD Öl Apotheke verschreibungspflichtig: der Unterschied zum freien Verkauf
Ein verschreibungspflichtiges CBD-Arzneimittel ist auf Qualität und Gehalt geprüft, und seine Anwendung wird ärztlich begleitet. Ein frei verkäufliches CBD Öl hat keine solche Prüfung durchlaufen. Die Verbraucherzentrale weist außerdem darauf hin, dass CBD in Lebensmitteln bisher keine Zulassung als neuartiges Lebensmittel hat. Auf der Flasche steht deshalb oft „nicht zum Verzehr“.
Cannabis auf Rezept: der Ablauf
Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis zu medizinischen Zwecken im Medizinal-Cannabisgesetz geregelt und wird auf einem normalen Rezept verordnet, nicht mehr auf einem Betäubungsmittelrezept. Verschreiben dürfen Ärztinnen und Ärzte, nicht aber Zahnärzte und Tierärzte. Die Abgabe erfolgt in der Apotheke. Einzelheiten stehen in den Hinweisen des BfArM für Patientinnen und Patienten.
CBD auf Rezept bei TK, AOK und anderen Krankenkassen
Ob eine gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, hängt vom Arzneimittel und von der Erkrankung ab. Für zugelassene Fertigarzneimittel gelten die üblichen Regeln. Für medizinisches Cannabis ist in vielen Fällen vor der ersten Verordnung eine Genehmigung der Krankenkasse nötig. Das gilt bei der TK, der AOK und den anderen gesetzlichen Kassen gleichermaßen. Die behandelnde Praxis kann sagen, was im Einzelfall nötig ist.
Welche Rolle die Apotheke spielt
Die Apotheke prüft das Rezept, stellt Rezepturen her oder beschafft das verordnete Produkt und berät zur Anwendung. Sie achtet außerdem auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Gerade bei CBD ist das wichtig, weil Cannabidiol Leberenzyme hemmen kann, über die viele Wirkstoffe abgebaut werden.
Frei verkäufliches CBD im Vergleich
Frei verkäufliche CBD-Produkte sind keine Arzneimittel und nicht zur Behandlung von Krankheiten bestimmt. Wer sie aus anderen Gründen verwenden möchte, findet bei uns Angaben zu Gehalt und Spektrum in den Kategorien CBD Öl und CBD Blüten. Wer Medikamente nimmt, klärt die Verwendung vorher ärztlich oder in der Apotheke.












































